Wie geht es weiter mit der Erbpacht – und wie können starke finanzielle Belastungen für Erbbauberechtigte künftig begrenzt werden? Zu diesen Fragen lädt die SPD Wennigsen am Freitag, 21. August 2026, um 18.30 Uhr in das Restaurant Pinkenburg (Hauptstraße 6 in Wennigsen) ein. Zu Gast ist Frank Henning MdL, baupolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen. Er wird gemeinsam mit Jonas Farwig, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, über die aktuelle Entwicklung und die Perspektiven für Betroffene sprechen. Der Eintritt ist frei. 

Gerade für Wennigsen besitzt das Thema eine besondere Bedeutung. Zahlreiche Grundstücke in der Gemeinde gehören der Klosterkammer. In den kommenden Jahren laufen weitere Erbbaurechtsverträge aus oder müssen neu berechnet werden. Für viele Betroffene stellt sich deshalb die Frage, mit welchen Erhöhungen des Erbbauzinses sie künftig rechnen müssen. 

Jonas Farwig erklärt: „Erbpacht ist in Wennigsen kein abstraktes landespolitisches Thema, sondern betrifft viele Menschen ganz unmittelbar. Wer sein Haus vor Jahrzehnten gebaut oder gekauft hat, braucht auch für die Zukunft finanzielle Planungssicherheit. Gerade angesichts stark gestiegener Bodenwerte dürfen Verlängerungen von Erbbaurechtsverträgen nicht dazu führen, dass das eigene Zuhause plötzlich zur finanziellen Belastung wird. Deshalb wollen wir informieren, was der Landtagsbeschluss konkret verändert und welche Perspektiven sich daraus für die Menschen in Wennigsen ergeben.“

Der Niedersächsische Landtag hatte kurz vor der Sommerpause einen Beschluss für ein sozial ausgewogeneres Erbbaurecht gefasst. Hintergrund sind unter anderem stark gestiegene Bodenrichtwerte und damit verbundene erhebliche Mehrbelastungen bei der Neufestsetzung von Erbbauzinsen. Vorgesehen ist unter anderem, außergewöhnliche Preissteigerungen stärker abzufedern, die wirtschaftliche Tragfähigkeit für durchschnittliche Haushalte zu berücksichtigen und sprunghafte Belastungen zu vermeiden. Als mögliche Instrumente nennt der Landtagsbeschluss beispielsweise einen gleitenden Zehn-Jahres-Median der Bodenrichtwerte sowie eine Kappungsgrenze für Erhöhungen. 

Frank Henning MdL betont: „Erbbaurechte müssen fair bleiben und dürfen Familien nicht überfordern. Wer seit Jahrzehnten in seinem Zuhause lebt, braucht Verlässlichkeit und darf nicht durch sprunghafte Kostensteigerungen in existenzielle Sorgen geraten.“ 

Henning sieht dabei einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Erbbauberechtigten  und der Erbbaurechtsgeber als entscheidend an. Eine Anpassung der Regelungen und die Einführung einer Kappungsgrenze könnten aus seiner Sicht zu sozial verträglicheren Entwicklungen beitragen, ohne insbesondere die Klosterkammer finanziell zu überlasten. 

Die SPD Wennigsen lädt alle Interessierten und insbesondere betroffene Erbbauberechtigte dazu ein, sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und ihre Fragen direkt in die Diskussion einzubringen.